Feuer in den Alpen in der Nacht vom 10. auf den 11. August 2019

Immer am 2. Augustwochende
Mit diesen solidarischen Höhenfeuern wird seit 1988 alljährlich ein internationales Zeichen gesetzt für die Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes des Alpenraumes sowie gegen die Zerstörung des Oekosystemes Alpen. Stichworte: Transitverkehr, Pumpspeicherseen, harter Massentourismus, Waldsterben, bedrohte Berglandwirtschaft und Kulturlandschaft, Zerstörung der Lebensräume für Mensch und Tier, Luft- und Wasserverschmutzung.

Die Höhenfeuer sollen AlpenbewohnerInnen Mut machen, sich für eine nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen zu engagieren.

Thema für 2019: «Für lebendige Gewässer»
Der Nutzungsdruck auf unsere Gewässer ist gross. Viele Bäche und Flüsse sind durch Wasserkraftwerke verbaut und damit beeinträchtigt. Aqua Viva setzt sich mit Partnerorganisationen für die Umsetzung des Gewässerschutzgesetzes und damit für lebendigere Gewässer ein.

Zum Beispiel: Widerstand an der Trift Gebirgsschönheit erhalten
07.02.2018. Der Grimselverein und Aqua Viva wehren sich mit einer Einsprache gegen das geplante Kraftwerk Trift im Berner Oberland. Die einzigartige Landschaft unterhalb des Triftgletschers würde durch den Bau unwiederbringlich zerstört für eine schweizweit mickrige Steigerung der Energieproduktion von lediglich 0.2%. Für die beiden Organisationen ist klar: In diesem Fall ist das nationale Interesse, diese einmalige Hochgebirgslandschaft zu schützen, höher zu gewichten als die Energieproduktion.

--> Widerstand an der Trift Gebirgsschönheit erhalten 2019
--> Mehr Informationen zu den Feuer in den Alpen im 2019
--> Die Geschichte von «Feuer in den Alpen» seit 1986 bis 2018

 

Neuigkeiten vom 18.6.2019

Gefahr für Landschaft und Gewässer
Die Umwelt- und Landschaftsschutzorganisationen sind über den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern schwer enttäuscht. Die Staumauern am Grimselsee dürfen nun um 23 Meter erhöht werden. Das hat zur Folge, dass sich der Seespiegel hebt und zahlreiche Moorbiotope und teilweise jahrhundertealte Arven geflutet werden. Das bis zu 80 Jahre alte Gletschervorfeld wird komplett zerstört.

Aktive treffen sich für «Feuer in den Alpen» heuer in der Trift, wo akute Gefahr für Landschaft und Gewässer droht: die KWO planen einen neuen Stausee, und wir wehren uns gegen dieses unbelehrbare Weitermachen wie bisher wo doch allerorten von Energiewende und Klimaschutz die Rede ist.

Bereits haben sich 12 Feuer aus Slowenien (3), Österreich (3) und der Schweiz (6) angemeldet! Erfahrungsgemäss werden es gegen 30 Feuer werden, sofern keine lokalen Feuerverbote wegen zu starker Trockenheit einige daran hindern würde. Davon betroffene AlpenbewohnerInnen können trotzdem gemütlich zusammensitzen und ohne Feuer solidarisch an die anderen denken!

Ich danke allen die Ihre Feuer angemeldet haben und bitte die, die es noch nicht getan haben, es nun unbedingt zu tun, damit die Medien und Interessierten sehen, wo es überall solidarisch brennt.

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