News Archiv

12.8.2018: Alpen und ihre Bewohner leiden besonders unter dem Klimawandel
Die Alpen-Initiative, CIPRA Schweiz und Mountain Wilderness Schweiz haben am Samstag ihren traditionellen Protestanlass gegen die Zerstörung der Alpen durchgeführt, der dieses Jahr auf Pardiel ob Bad Ragaz stattfand: Die Alpenschutzorganisationen setzten im aktuellen Hitzesommer ein Zeichen gegen die Ursachen des Klimawandels.

«Es ist allerhöchste Zeit, dass wir Massnahmen ergreifen, um die Erwärmung des Klimas zumindest zu bremsen», sagte Marina Carobbio Guscetti, Vizepräsidentin der Alpen-Initiative und Vizepräsidentin des Nationalrats auf Pardiel, wo sich zahlreiche Alpenschützer versammelten. Versiegte Quellen, Kühe, die auf den Alpen per Helikopter mit Wasser versorgt werden müssen: Für die Alpenschutzorganisationen nimmt das Thema «Klimawandel» angesichts des extremen Hitzesommers, der wärmsten Periode seit Messbeginn 1864, noch an Dringlichkeit zu.

Der Verkehr heizt den Klimawandel zusätzlich an: Hier ist auch der stärkste Zuwachs an CO2-Emissionen zu verzeichnen. Die Alpen-Initiative forderte, dass die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene weiter vorangetrieben und der CO2-Ausstoss auch beim Strassentransport massiv reduziert wird, indem etwa endlich auch für Lastwagen CO2-Reduktionsziele gelten.

«Es ist aber nicht nur an der Politik, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen», sagte Marina Carobbio Guscetti. «Wir alle können etwas tun: Ein wichtiger Beitrag ist der Kauf von lokal hergestellten Produkten.» Kurze Transportwege würden helfen, die Belastung für das Klima zu reduzieren. «Beim Freizeitverkehr müssen wir zudem vermehrt auf Bahn, Bus und Alpentaxi setzen», ergänzte Maren Kern, Geschäftsleiterin von Mountain Wilderness Schweiz. «Heute reisen immer noch 80% der Leute mit dem Auto in die Berge und die Fahrten an die «Bergfrische» dürften angesichts der zunehmenden Hitzesommer noch ansteigen».

--> Die Alpen und ihre Bewohner leiden besonders unter dem Klimawandel (Alpen-Initiative 11.08.2018)

26.7.2018: Liebe AlpenbewohnerInnen
Bereits haben sich 25 Feuer aus Slowenien (4), Italien (1), Deutschland (2), Österreich (13) und der Schweiz (5) eingetragen! Erfahrungsgemäss werden es über 30 Feuer respektive Treffen werden, sofern keine lokalen Feuerverbote wegen zu starker Trockenheit einige daran hindern würde, wie hier im Alpenrheintal das Jubiläumstreffen beim Pizol ohne Feuer stattfinden wird.

Durchschnittlich sitzen 30 bis 40 Alpenaktive zusammen, also werden sich wieder etwa 1000 AlpenbewohnerInnen gleichzeitig bei Holzfeuern oder bei der heurigen Trockenheit teilweise mit Finnenkerzen oder ohne Feuer versammeln.

Ich danke allen die Ihre Feuer angemeldet haben und bitte die, die es noch nicht getan haben, es nun unbedingt zu tun, damit die Medien und Interessierten sehen, wo Frau und Mann sich überall solidarisch trifft: siehe Feuerliste!

Die CIPRA Schweiz wird die Medienmitteilung zu Feuer in den Alpen 2018 an die Schweizer Medien am Donnerstag, 8. August aussenden.

Bis dann wünsche ich uns allen solidarische, geistig verbundene Zusammenkünfte - mit oder ohne Feuer.

Im Herzen feurig grüsst

Stefan Grass
Koordinator von Feuer in den Alpen
--
stefangrass@bluewin.ch
++41 81 250 67 22

--> Übersicht

--> Feuerliste

--> Medien

18.6.2018: 30 Jahre Feuer in den Alpen
Jahr für Jahr entzünden Freiwillige Mahnfeuer gegen die Zerstörung der Alpen durch Transsitstrassen, Stauseen, Hochspannungsleitungen und andere Projekte. Die ersten Proteste gab es bereits Ende der 1980er Jahre. Damals waren mehrere unberührte Alpentäler durch die Erschliessung durch Pumpspeicherwerke bedroht: Val Curciusa, Val Madris und Grimselgebiet sind nur einige Beispiele. 1988 wurden diese Proteste zum ersten Mal mit einer europäischen Höhenfeuerkette sichtbar gemacht: Auf Anhieb brannten Hunderte von Feuern im ganzen Alpenbogen.

Die Alpen-Initiative entzündet gemeinsam mit Cipra Schweiz und Mountain Wilderness das diesjährige Alpenfeuer im Gebiet des Pizol. Es ist das 30. Jahr, in dem diese Mahnfeuer entzündet werden.

Angemeldet sind bereits vier Feuer in Slovenien, fünf in Österreich und vier in der Schweiz. Wer es nicht schon getan hat, trage bitte jetzt mittels Online-Formular sein Feuer ein.

Herzlichen Dank auch dieses Jahr für Eurer solidarisches Engagement !

Mit feurigen Grüssen

Stefan Grass

--> Feuerliste

--> Anmeldung

--> Übersicht

18.4.2018: «Klimawandel in den Alpen»
Der Klimawandel ist ein globales Phänomen, doch die Auswirkungen sind lokal spürbar. Die Temperaturen steigen in den Alpen doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt. 2018 weist die internationale Aktion darauf hin, dass die Alpen durch eine überdurchschnittliche Erwärmung besonders betroffen sind.

30-Jahre Jubiläum von «Feuer in den Alpen»

Das erste Widerstandsfeuer brannte 1988: «Neunundachtzig Frauen und Männer trafen sich bei strömendem Regen 1986 im Madris am ersten Alpfest zur Erhaltung des Tales. Zwei Jahre später brannten die ersten Widerstandsfeuer auf weit über 100 Bündner Alpen, aus gemeinsamer Sorge um Curciusa, Madris und alle anderen stauseebedrohten Täler. Und seither wurde an jedem zweiten Augustwochenende gefeuert.»

Wichtig: Meldet so bald als möglich online eure Feuer online an!

Weitere Rundbriefe mit aktuellen Infos werden im Juni und Juli folgen.

Die internationale Koordination übernimmt weiterhin Stefan Grass im Auftrag der CIPRA Schweiz: stefangrass@bluewin.ch - 0041 (0)81 250 67 22.

Mit solidarischem Dank für Euer Engagement

feurig grüsst
Stefan Grass

--> Übersicht

--> Feuerliste

--> Anmeldung